Jugendhilfe in Kooperation mit Schulen

Aufgaben

Jugendsozialarbeit an Schulen ist ein schnelles, unbürokratisches Angebot vor Ort, das ohne große Hemmschwellen in Anspruch genommen werden kann. Sie umfasst insbesondere:

  • Beratung für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer
  • Einzelfallhilfe
  • Krisenintervention.

Ziel ist es, Kindern, Jugendlichen und deren Eltern in belasteten Situationen einfach und schnell Rat und Hilfe zu Verfügung zu stellen. Kinder und Jugendliche sollen in ihrer persönlichen Entwicklung so unterstützt werden, dass alle im bestmöglichen Maß am Bildungs- und Erziehungsangebot der Schulen teilhaben können. Daher werden bei Bedarf auch sozialpädagogische Methoden wie Gruppen- und Projektarbeit eingesetzt, z. B. in Mobbingsituationen und beim Auftreten von Gewalt.

Herausforderungen

Jugendsozialarbeit an Schulen ist auch eine Reaktion auf die veränderten Lebenslagen junger Menschen, auf die geringer werdenden Ressourcen innerhalb der Herkunftsfamilien und den früh auf junge Leute ausgeübten Leistungsdruck.

Die schulischen und beruflichen Perspektiven sind heute die am häufigsten angesprochenen Fragen bei Beratungen und in der Einzelfallhilfe. Weitere Probleme sind der Umgang mit Gleichaltrigen und hier vor allem Konflikte in Schule und Freizeit sowie psychische Belastungen, Leistungsprobleme, Erziehungsprobleme und Konflikte mit MitschülerInnen, im Elternhaus oder mit Lehrern.

Regionale Entwicklung

Als sich die St. Gregor-Jugendhilfe im September 1997 erstmals an der Hauptschule in Wertingen mit Jugendsozialarbeit an Schulen engagierte, gab es noch große Vorbehalte gegen diese neue Form der Jugendhilfe. Doch was vor fünfzehn Jahren kritisch gesehen wurde, ist heute nicht mehr wegzudenken. Das Angebot ist nahezu flächendeckend: schwerpunktmäßig an den Mittelschulen, teilweise an den Berufsschulen, Förderschulen und weiterführenden Schulen sowie in den letzten Jahren verstärkt auch an Grundschulen sind Jugendsozialarbeiterinnen und Jugendsozialarbeiter aktiv. Die St. Gregor-Jugendhilfe ist an mehr als 50 Schulen in den Landkreisen Dillingen und Augsburg sowie in der Stadt Augsburg verantwortlicher Träger für dieses Angebot.

Finanzierung

Finanziell getragen wird die Jugendsozialarbeit an Schulen durch die Ämter für Kinder, Jugend und Familie der Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreise) sowie zum Teil durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen und das Zentrum Bayern Familie und Soziales. Die Kath. Waisenhaus-Stiftung Augsburg trägt ebenfalls bei, durch Eigenmittel zur Qualitätssicherung und Entwicklung.

Nicht zuletzt dank des Engagements unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelingt es, viele Einzelschicksale in positive Bahnen zu lenken und mit dem „Frühwarnsystem“ Jugendsozialarbeit an Schulen entstehende Probleme rechtzeitig anzupacken – menschlich wie volkswirtschaftlich ein wichtiger Erfolg.

Weitere Angebote in Kooperation mit Schulen

Schulen sind zweifellos einer der wichtigsten Lebensräume junger Menschen. Die St. Gregor-Jugendhilfe ist deshalb zunehmend dort präsent. Neben Jugendsozialarbeit an Schulen bieten wir Projekte für Schulverweigerer und derzeit nicht mehr beschulbare Kinder und Jugendliche an, sind außerdem in der Ganztagsbetreuung (offene und gebundene Ganztagsschule), in Praxisklassen und weiteren Projekten tätig. Vertiefte Informationen dazu finden Sie im Bereich Fachinformationen unter Jugendhilfe in Kooperation mit Schule.

Betreute Schulen und AnsprechpartnerInnen

  • in der Stadt Augsburg finden Sie >>>  hier
  • im südlichen Landkreis Augsburg finden Sie >>> hier
  • im nördlicher Landkreis Augsburg finden Sie >>> hier
  • im Landkreis Dillingen finden Sie >>> hier