Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung

Die intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung kommt für Jugendliche und evtl. deren Familien in Frage, die mit derart massiven Problemen konfrontiert sind, dass ein Verlust sozialer Bezüge zu befürchten ist bzw. diese bereits verloren gegangen sind (z. B. bei extremen Pubertätskrisen, Delinquenz, Gewaltproblematik, extremen Krisen in Familien mit drohender Fremdunterbringung der Jugendlichen, Abbruch von stationären Maßnahmen, Drogen- und Alkoholproblemen, Prostitution, Obdachlosigkeit von Jugendlichen).

Die Krisenintervention und Vermittlung bei massiven innerfamiliären Konflikten bzw. die konkrete Anleitung in lebenspraktischen Fragen für Jugendliche außerhalb familiärer Bezüge mit dem Ziel der Integration in tragfähige Beziehungsnetze stehen im Mittelpunkt dieser Form der ambulanten Hilfe, die bei Bedarf auf längere Dauer angelegt sein kann (8 bis 12 Std. pro Woche, bei Bedarf mehr).

Besonders bei dieser Betreuungsform ist die ergänzende Nutzung interner erlebnispädagogischer Angebote (clip – Hochseilgarten, freiwillige sportliche Angebote) möglich, um Zugang zu den Jugendlichen zu finden (z. B. ergänzend über Fachleistungsstunden oder als eigenständiges Angebot abzurechnen).

Im Rahmen unseres modularen Konzepts für bedarfsgerechte Erziehungshilfen kann bei Bedarf auch eine Kombination aus stationärer und ambulanter Betreuung angeboten werden. Eine entsprechend flexible Finanzierung nach § 35 SGB VIII ist hierfür jedoch zwingend erforderlich.

Maßnahmen intensiver sozialpädagogischer Einzelbetreuung konzipieren wir in der Regel am jeweiligen Einzelfall, daher werden hier auch keine personellen und räumlichen Ressourcen vorgehalten. Wir setzen hier MitarbeiterInnen aus unseren ambulanten Erziehungshilfen oder erfahrene KollegInnen aus anderen Arbeitsfeldern ein, sofern geeignete Kapazitäten vorhanden sind.