Eine Woche im Naturcamp Viechtach

Ein Tag im Juni 2011, erlebt von der Jugendwohngruppe Phoenix:

In der Früh war es anfangs noch sehr ruhig, bis dann ein paar von uns aufgestanden sind. Als der Camp-Leiter dann kam, ist der Rest der Gruppe auch aufgestanden. Die Ersten sind schon mal an den Bach gegangen, um sich zu waschen und für den Tag fertig zu machen. Wir haben das Frühstück hergerichtet und ließen es uns schmecken.

Dann wurde geplant, was über den Tag alles so gemacht wird. So waren wir beim Bogenschießen, wobei einige Luftballons dabei ihr Leben lassen mussten und sind dann klettern gegangen.

Zurück am Lagerplatz, halfen Einige beim Kochen und die Anderen holten Wasser und machten das Lagerfeuer an. Zusätzlich zum Essen gab es je nach Bedarf selbst gepflückten Tee aus Pfefferminzblättern und Johanniskraut. Anschließend stand eine Kanufahrt auf dem Programm.

Als wir dabei an den verschiedenen Umstiegen ankamen, konnten wir auch ein bisschen schwimmen, was ganz gut tat, weil es ziemlich heiß war. Wieder auf dem Festland, ließen wir Frisbees fliegen und versuchten später unser Glück beim Angeln an einem kleinen Weiher. Als wir einen Fisch gefangen haben, war ein Jugendlicher so aufgeregt, dass er mit seinem Tanz und Geschrei all die anderen Fische vertrieben hat.

Zum Abendessen mussten dann Hölzer gehackt und Wasser geholt werden. Die gefangenen Fische wurden über dem Lagerfeuer geräuchert und dazu weiteres Essen gekocht, und mit Stockbrot bereichert. Danach machte sich jeder für die Nacht fertig, was hieß: Waschen und Zähneputzen am Bach. Danach saßen wir alle am Feuer und unterhielten uns, bis nach und nach alle schlafen gegangen sind. Das war in unseren selbst gebauten Hütten, die aus Holzbrettern und Planen gebaut waren, schon etwas ungewohnt und konnte in der Nacht auch kühl oder feucht werden.

An den anderen Tagen gab es auch noch viele tolle Sachen, die wir gemacht haben. Zum Beispiel hangelten sich ein paar von uns an einem Seil entlang über den Weiher. Dabei war es sehr leicht, ins 8 Grad „warme“ Wasser zu fallen. Wir zogen uns auch mit einem Surfbrett über den Weiher und liefen dabei Gefahr, unser Gleichgewicht zu verlieren. Dabei hat es Einige erwischt und sie landeten mehr oder weniger gern im Wasser xD.

Zu unseren Aktivitäten gehörte auch eine Sinnesübung in der Nacht und eine Orientierung mit Kompass und Landkarte. Letztendlich hatten wir alle so viel Spaß, dass wir zum Schluss gar nicht mehr gehen wollten! Und das, obwohl viele von uns am Anfang gedacht haben: „Wo bin ich denn hier gelandet?“

Wohngruppe Phoenix
(Natalie Neukirchen, Maria Held)