Total verrückt: mit dem Rad bis Berlin

Zunächst nur eine wahnwitzige Idee, die im Zug nach einer zweitägigen Bergtour in Unterammergau entstand:

„Wir könnten doch in den Sommerferien mit dem Rad nach Berlin fahren!“ Die Idee ließ uns nicht mehr los. Alle Bedenken, wie „das schaffen wir nicht“, „wir haben nicht genügend Räder“, „das ist zu teuer“ oder „da können doch nicht alle mitfahren“, haben wir gemeinsam aus dem Weg geräumt. Hart gearbeitet hat die Gruppe an der Finanzierung der Fahrt: Vom Arbeiten beim Hausmeister bis hin zu Verkäufen auf verschiedenen Flohmärkten. Schließlich hatten wir das Geld zusammen, um die Fahrt nach Berlin zu starten.

Und dann ging unser Abenteuer los! Sieben Jugendliche traten emeinsam mit zwei Betreuern die erste Etappe mit dem Rad an, kräftig unterstützt vom Versorgungsteam, bestehend aus einer weiteren Jugendlichen und einer Betreuerin. Achtzig Kilometer mussten bewältigt werden – Berg auf und Berg ab – bis wir den ersten Zeltplatz erreichten. Dort angekommen mussten die Jugendlichen gemeinsam ihre Zelte aufbauen. Schön war es, dass unser Versorgungsteam immer schon das fertige Essen für die Radler bereit hatte.

Jeder Morgen begann mit zeitigem Aufstehen, Frühstücken, Zeltabbauen, Autopacken und dann….

…. mit vollem Elan …. und diversen Schmerzen, ging es auf den Sattel. Nach zehn Tagen Reise mit dem Rad und einem Stück Zugfahrt hatten wir es geschafft! Wir erreichten Berlin!

Im Rückblick können wir berichten, dass man sehr viel erlebt auf einer Radtour. Wir hatten Durst, Hunger, waren müde und erschöpft! Wir haben gestritten und uns wieder vertragen! Haben geflucht und gelacht – viel gelacht! Wir wissen jetzt was Berge sind! Wir haben Hitze, Regen und Sturm getrotzt! Wir haben mit uns und anderen gekämpft!

Aber wir, die Phoenixe, haben unser Ziel gemeinsam erreicht!