Was brauchen Kinder?

Laura, 6 Jahre im Dialog mit J. Bauer im Januar 2015

Bildquelle: pixelio.de/schemmi

Dialog

„Warum hast du mir ein Kaba gekauft?“

„Weil ich dir versprochen hatte, dich zu besuchen. Und da dachte ich mir, ich lade dich auf einen Kaba ein. Weißt du noch, wann ich dir das versprochen hatte?“

„Nein“

„An unserem Weihnachtsgottesdienst. Da hast du mir von deinem Urlaub im Josefinum erzählt.“

Kurzes Schweigen

„Gell, du hast mich besucht, weil du mich magst?“

„Ja, das stimmt. Ich bin gekommen, weil ich dich mag!“

Kurzes Schweigen

„Wohin gehen wir eigentlich?“

„Na ja, wieder ins Krankenhaus zurück.“

„Soll ich dort bleiben?“

„Ja, noch eine Weile, bis es dir wieder besser geht. Dann kommst du wieder zu deiner Wohngruppe.“

„Und darf ich dann dort bleiben?“

„Ja, dann darfst du dort bleiben.“

Längeres Schweigen, kleine Beeren am Wegesrand anschauend – das Kind lacht laut.

„Warum musst du denn so lachen?“

„Ich weiß auch nicht. Jetzt zeig ich dir, wie wir auf die Station kommen …“