Angehende Erzieherinnen erarbeiten sich das Praxisfeld Schule (12.03.2015) Die Studierenden der Fachakademie für Sozialpädagogik (FAKS) Maria Stern Augsburg informierten sich über die Arbeit in der St.-Georg-Volksschule und die Betreuung durch die St. Gregor-Jugendhilfe

Gemeinsamer Fachtag der Fachakademie für Sozialpädagogik (FAKS) Maria Stern, der St.-Georg-Volksschule, des Café Schülertreff des BDKF und der St. Gregor-Jugendhilfe

„Der Kopf ist voll. Nicht nur vom Lernstoff, sondern auch von den Problemen zu Hause und mit den Freunden. Deshalb steht bei uns am Nachmittag das Spielen und Toben im Vordergrund“, so Iva Hendrychova von der St. Gregor-Jugendhilfe, die als freier Träger die Offene Ganztagsschule (OGS) an der St.-Georg-Grund- und Mittelschule betreibt.

Interessiert verfolgen ca. 25 Studierende der Fachakademie für Sozialpädagogik (FAKS) Maria Stern Augsburg ihre Darstellung und die von Lehrerin Ingrid Hartel, die über Kooperations- und Übergangsklassen berichtet.

Im Sinne der Bayerischen Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern beschäftigen sich die angehenden Erzieherinnen und Erzieher einen Tag lang mit dem, was nach der Kindergartenzeit kommt und wie Schule und Jugendhilfe zusammenwirken, um ein ganzheitliches Bildungsziel zu erreichen.

Während sie sich in der Schule über die OGS, Kooperations- und Übergangsklassen informieren, sind zwei andere Gruppen der FAKS zu Gast im Café Schülertreff, einem offenen Angebot des BDKF Augsburg Stadt und in der St. Gregor-Jugendhilfe, wo es um die Jugendsozialarbeit geht, die ebenfalls von diesem Träger an der St.-Georg-Schule geleistet wird.

Hier geht es anhand von Fallbeispielen darum, wie sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche unterstützt werden, wie die Jugendsozialarbeiterinnen an der Schule bei Problemen helfen können und wie gegebenenfalls die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt funktioniert: über Tandem-Partner und im Team.

Die Studierenden stellen viele Fragen, unter anderem zur Abwägung von Schweigepflicht und Kindeswohl. „Ein Seiltanz. Aber wenn es um Gefährdung geht, geht letzten Endes immer das Kind vor. Dazu gibt es klar definierte Abläufe nach § 8 SGB VIII, die dann eingehalten werden“, erläutert Teamleiterin Heidi-Schäferling-Homann.

Das Wohl des Kindes stellt auch Volker Kunstmann in den Mittelpunkt. Die St.-Georg-Schule suchte sich schon 2007 Unterstützung durch die St. Gregor-Jugendhilfe. „Schule und Jugendhilfe sind keine Konkurrenzveranstaltung. Wir ziehen an einem Strang“, so der Schulleiter. Und freut sich, dass auch seine Schülerinnen und Schüler vom Fachtag der FAKS profitieren. Am Nachmittag nämlich steht Praxis auf dem Programm. Unter dem Motto: „Action in St. Georg. Mach mit!“ haben die Studierenden zahlreiche Workshops für die Kinder vorbereitet, mit Musik, Zauber, Akrobatik, „Sprachpoker“ und vielem mehr – und die lassen sich das nicht zweimal sagen.