Mit ihrem Herbstfest und einem „Tag der offenen Tür“ eröffnete Ende September die St. Gregor-Jugendhilfe das neue Jugendhilfehaus in Horgau-Auerbach. Das Jugendamt und die Heimaufsicht der Regierung von Schwaben, erinnert sich der Jugendamtsleiter des Landkreises Augsburg Ludwig Elsner in seinem Grußwort, seien vor zwei Jahren, als man dringend nach geeigneter Unterbringung für unbegleitete minderjährige Geflüchtete gesucht hatte, von diesem Haus auf Anhieb angetan gewesen. „Ich konnte mir sehr genau vorstellen, wie es aussehen wird, wenn hier Jugendliche von den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der St. Gregor-Jugendhilfe Unterstützung und Fürsorge erfahren.“ Zudem sei er dankbar, dass zum ersten Mal seit vielen Jahren im westlichen Landkreis wieder Plätze in einer Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) angeboten werden können. Das bedeute, dass die Kinder ortsnah versorgt werden können und nicht mehr so weit fahren müssen. „Nun haben wir in Auerbach einen weiteren starken Standort der Jugendhilfe.“, so Elsner.
Bürgermeister Thomas Hafner sagte in seiner Ansprache, dass man verpflichtet sei, gegen die Verrohung der Gesellschaft anzukämpfen. „Das können wir nur erreichen, indem wir der Jugend ein optimistischeres Weltbild mitgeben. Deshalb sind solche Einrichtungen ungemein wichtig. Ich bin stolz darauf, dass Sie Auerbach als Standort ausgewählt haben.“ Auf der anderen Seite lobte Dr. Vincent Richardt, Geschäftsführer der St. Gregor-Jugendhilfe, das große Haus in dieser schönen Umgebung als einen Platz, an dem Kinder und Jugendliche reifen und wachsen können. Und er freue sich besonders, „dass unsere Einrichtung bereits Teil des Ortes geworden ist. Das hat eine hohe integrative Kraft – und das ist es, was die Kinder und Jugendlichen brauchen.“
Auerbach ist mit seinen Vereinen, den Ministrant*innen, dem Frauenbund und den Nachbar*innen aktiv für die Kinder und Jugendlichen da, die das blaue Haus in der Ortsmitte wieder mit Leben füllen: Vor einem Jahr startete die Heilpädagogische Tagesstätte für Schulkinder und seit Februar leben erste Jugendliche in der Wohngruppe. Das Haus mit seinen vielen Möglichkeiten, von der Eigentümerfamilie für diesen sozialen Zweck modernisiert, soll für weitere Ideen und Projekte genutzt werden. Zahlreiche interessierte Nachbar*innen nutzten die Einladung, um sich darüber zu informieren, wie sich der ehemalige Tanzsaal, die Wirtschaft oder die Arztpraxis, die sie kannten, verändert hat und welch heilsame Umgebung für Kinder und Jugendliche entstanden ist. In Gesprächen mit den Mitarbeitenden konnten sie sich über die neue Nutzung des Hauses und die pädagogische Arbeit ein persönliches Bild machen.
„Wir wollen für die Menschen da sein und sie verstehen“, griff Robert Keiß, Regionalleiter der St. Gregor-Jugendhilfe einen Liedtext auf, mit dem die A-Capella-Gruppe aus Mitgliedern verschiedener Bands, darunter „Greg is back“, den Nachmittag musikalisch hochwertig begleitete. Und sein Leitungskollege Hubert Müller bedankte sich abschließend noch einmal beim Team für seinen hohen Einsatz beim Aufbau des Hauses. Das Team habe viel organisiert, improvisiert und anfangs manche Einschränkung mitgetragen. Da Auerbach nicht nur ein neues Angebot, sondern ein ganz neuer Standort sei, an dem man verwurzelt sein wolle, hätten die Mitarbeitenden der Region gemeinsam entschieden, das diesjährige Familienfest im Rahmen der Eröffnung zu feiern und das Auerbacher Team damit tatkräftig unterstützt.
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